Was ist Bio Mode?

 


 Bio Mode ist nicht bloß politisch korrekt, sondern inzwischen ein unaufhaltsamer Trend. Während Menschen mit umweltverträglichem Bewusstsein früher für die Latzhosen und Batik Shirts belächelt wurden, ist ökologisch produzierte Mode längst auf den globalen Laufstegen von Mailand bis Paris eingetroffen. Was jedoch ist das Spezielle der ökologisch hergestellten Bekleidung?


 Bio Mode ist nicht gleich Fair Trade Mode

 

Die Grundlage der Bio Mode sind Gewebe aus natürlichen Substanzen, die außerdem nach den Bestimmungen des ökologischen Landbaus angepflanzt wurden. Dazu zählt etwa die Bio Baumwolle, bei deren Anpflanzung nach Möglichkeit auf Pflanzenschutzmittel verzichtet wurde. Mode aus Bio Baumwolle gibt es inzwischen sogar beim Discounter zu günstigen Preisen. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass diese Textilien auch fair hergestellt wurden. Denn fair Trade Mode geht über die Anforderungen der Bio Siegel hinaus.

 

Ein anderer Aspekt ist der verantwortliche Umgang mit den Arbeitnehmern, die diese Baumwolle anbauen. Vergleichsweise gerechte Löhne, ordnungsmäßige Arbeitszeiten und ferner der Verzicht auf Kinderarbeit können Bestandteil der Ziele im ökologischen Landbau sein, müssen es jedoch nicht. Das gilt jedoch für Fair Trade Mode, hier steht der faire Umgang mit Mensch und Natur im Vordergrund. Bei Fair Trade Mode handelt es sich häufig auch um Bio Mode, aber auch das muss nicht sein. Bio und fair ergänzen sich zwar oft, können aber auch unabhängig voneinander vorkommen. Die günstige Mode aus Bio Baumwolle beim Discounter beispielsweise ist häufig nicht fair produziert. Andererseits gibt es theoretisch auch Fair Trade Produkte, die nicht Bio sind. 

 

Ökologische Mode ist schadstofffrei


Gewöhnliche Textilien haben in regelmäßigen Abständen für bedauerliche Schlagzeilen gesorgt, da bei Tests gefährliche Chemikalien etwa aus Farbstoffen entdeckt wurden. Für Bio Mode werden überwiegend natürliche Färbemittel und Farbstoffe, die als bedenkenlos gelten, gebraucht.
Da Chemikalien aus der Bekleidung über die Haut ebenfalls in den menschlichen Körper eindringen können, ist dieser Gesichtspunkt für viele Menschen zunehmend wichtiger. Normalerweise sollte ökologisch erzeugte Bekleidung schadstofffrei sein. Ausnahmen gibt es auch hier. Entweder haben sich die Hersteller nicht an die Vorschriften des Biolandbaus gehalten oder aber es wurden natürliche Substanzen verwendet, die giftig sind. Kupfer beispielsweise ist im Biolandbau erlaubt, kann aber bei Überdosierung auch giftig sein.


Bio Mode boomt trotz Wirtschaftskrise und Corona

Trotz der internationalen Wirtschaftskrise nach 2008 war es besonders die Biobranche, die bald gute Erfolge verzeichnen konnte. Unzählige Designer und Modeunternehmen setzen zunehmend auf organisch-biologisch angebaute Werkstoffe. International geschätzte Topmodels wie etwa Naomi Campbell setzen sich mehr und mehr für fair erzeugte Textilien außerdem Bio Mode ein.

Auch wenn der Umsatz der Textilindustrie in Zeiten von Corona zurückgeht, gilt das nicht zwingend für nachhaltig produzierte Bekleidung. Vor allem Kinderbekleidung aus Organic Textilien wird nach wie vor viel gekauft.

Mode muss heute nicht nur attraktiv, sondern ebenfalls verantwortungsbewusst produziert sein. Der Konsument wünscht sich verstärkt Textilien, in welchen er sich's behaglich machen kann, im echtesten Sinne des Wortes. Kundschaften schätzen das unschuldige Gefühl, schadstoffarme Bekleidung tragen zu dürfen, die unserer Umwelt sowie den Menschen, die sie anfertigen, gerecht wird.

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