Yohji Yamamoto – der Modedesigner, der keine Modetrends mag

Yohji Yamamoto ist der bekannteste und erfolgreichste Modedesigner Japans. Seine zeitlosen, puristischen Entwürfe haben Modegeschichte geschrieben.

Yohji Yamamoto - eine Erfolgsgeschichte 


Yohji Yamamoto ist einer der wenigen japanischen Modedesigner, die auch international große Erfolge gefeiert haben. Sein Modeunternehmen Yamamoto erwirtschaftet Milliardengewinne. Mode von Yamamoto findet man nicht nur auf den großen, internationalen Modeschauen und in exklusiven Mode Magazinen, sondern neuerdings auch auf der Straße. Denn Yamamoto entwirft Mode für Adidas.
Das Designen wurde ihm schon in die Wiege gelegt, denn seine Mutter war Schneiderin. Dabei studierte Yamamoto zunächst nicht Mode, sondern Jura, bevor er ein Studium an der bekannten Modeschule Bunka Fufuso Gakuin in Tokio beann. Dort lernte er auch die erfolgreiche Modedesigner Rei Kawakubo kennen, mit welcher Yohji Yamamoto über zehn Jahre liiert war. Seine Frau hat ihn sicherlich inspiriert, ihre Kontakte halfen ihm natürlich auch, in der Modewelt Fuß zu fassen.
1968 ging Yamamoto jedoch nach Paris um dort noch einmal Mode zu studieren. 1972 kehrte er in seine Heimat zurück und fertigte im Geschäft seiner Mutter seine erste Kollektion an. Kurz darauf gründete er sein erstes eigenes Modelabel, das nur Y' s hieß.
Seine Mode war von Anfang an ungewöhnlich, sein Modestil unverwechselbar. Er sorgte für Aufsehen auf den internationalen Modeschauen und wurde schnell international bekannt. Sein Unternehmen Yamamoto gründete er 1984.

Der Modestil Yamamotos


Yohji Yamamoto sagte einmal, dass er Mode hasse. Damit meinte er sicher nicht die Mode an sich, sondern die Modetrends. Der schnelle Wechsel der Trends, die Frage was in und out sei, sind ihm zuwider. Yamamoto hat den Anspruch, Mode zu entwickeln, die dem Zeitgeist entspricht aber dennoch zeitlos ist. Der Modestil Yamamotos ist mit wenigen Worten als anmutig, schlich und puristisch zu bezeichnen. Seine Mode wirkt zugleich futuristisch als auch traditionell japanisch. Anfangs gab es in den Kollektionen von Yohji Yamamoto nur die Farben Weiß und Schwarz. Gerne greift er traditionelle Kleidungsstücke wie zum Beispiel den japanischen Kimono oder das Volumen europäischer Barock Kleider auf und macht sie zum Thema seiner Entwürfe.
Seit einigen Jahren ist Mode von Yamamoto auch für eine breitere Bevölkerungsschicht erschwinglich. Denn der Designer entwirft Streetwear für Adidas.

Über Yamamoto


Wer sich für die Mode und den Designer Yohji Yamamoto interessiert, wird sicher den Dokumentarfilm   Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten von Wim Wenders aus dem Jahre 1989 kennen. Dieser Film ist auch für Menschen, die sich nicht unbedingt für Mode interessieren, sehenswert. Etwas neuer und ebenfalls interessant ist in 1997 erschienene Biografie von Francois Baudot mit dem Titel „Yohji Yamamoto (memoirs)“